Die träge Digitalisierung der Immobilienwirtschaft - Gründe und Chancen

Jan 26, 2021 9:23:19 AM ALLGEMEIN

ENGLISH VERSION BELOW

Auch im letzten Jahr ging es in der Immobilienbranche wieder mal vermehrt um die unvermeidliche Digitalisierung, doch diese lässt auf sich warten. Der pushende Effekt durch Corona hat lediglich für die Notwendigkeit sensibilisiert. Die Digitalisierung wird den kommenden Wandel verstärkt begleiten, wer sich den Chancen nicht gänzlich annimmt, wird mittelfristig abgehängt.

Prozessoptimierung in der Immobilienbranche schafft Mehrwerte

Unternehmen fordern seit Jahren eine bessere Verknüpfung der IT-Systeme, schnellere und einfachere Kommunikationswege und einfachere Strukturen. Auch in den Gebieten Homeoffice und mobiles Arbeiten sind digitalisierte und optimierte Prozesse viel gefordert - insbesondere in Bezug auf eine sichere Datenverarbeitung und -Übertragung. Ein Grossteil der Immobilienexperten ist davon überzeugt, dass durch eine Digitalisierung der Arbeitsabläufe Kosten reduziert, Personal entlastet und die allgemeine Zufriedenheit deutlich gesteigert werden kann. Auch sehen sie einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den weniger fortschrittlich eingestellten Unternehmen - in der Bereitschaft zur Umsetzung ist der Markt aber noch gewohnt träge.

Gründe für ein langsames Fortschreiten der Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft

Die Einschränkungen der mangelnden Digitalisierung in der Immobilienbranche sind akut noch nicht drastisch genug, als das eine Änderung notwendig erscheint. Dazu kommt es durch die Pandemie zu grossen Unsicherheiten wie Planungsschwierigkeiten. Zukunftsorientierte Projekte wurden erstmal auf Eis gelegt. Sich von altbekanntem zu lösen um neue Technologien einzuführen, wo doch alles noch funktioniert, erfordert Mut und einen visionären Anspruch. Daten über das Geschehen in Gebäuden werden haufenweise gesammelt und gehortet, ohne dass diese sinnvoll ausgewertet werden. Komplexe eigene Ökosysteme ohne eine sie verarbeitende zentrale Softwarelösung werden zu unüberschaubaren Datenleichen statt zu wertvollen Informationen. Noch fehlt ein breites Verständnis für die Dringlichkeit und oft die bereits bestehenden Möglichkeiten der Technologie. Nach wie vor wird eher auf Referenzen gesetzt, geschaut wie andere Unternehmen aus dem selben Sektor verfahren, als selbst den ersten Schritt zu wagen. Viele wissen gar nicht, wie weit die Möglichkeiten inzwischen fortgeschritten sind und wie einfach wir auch grosse Datenmengen strukturiert transferieren und eine übergreifende Zusammenarbeit zwischen IT-Systemen gewährleisten können.

Der Immobilienmarkt muss vorausschauend denken und Schnittstellen nutzen

Die Verknüpfung von IT-Systemen stellt für den Immobilienmarkt eine der dringlichsten Anforderungen dar. Hier gibt es bereits Lösungen, die mittels ERP Schnittstellen eine sichere und zuverlässige Übertragung und Verarbeitung der Daten gewährleisten und mit bestehenden Systemen gemeinsam eingesetzt werden können - zum Beispiel die Allthings Plattform. Um wertvolle Insights zu erhalten, müssen viele Daten gesammelt und zielorientiert ausgewertet werden. Im Vergleich zu anderen Märkten gestaltet sich die Umsetzung in heterogenen Märkten wie der Immobilienbranche jedoch komplizierter.

“Immobilien sind in der Verwaltung und den entstehenden Bedürfnissen sehr unterschiedlich, hier müssen viele individuelle Lösungen für jeden Kunden geschaffen und angepasst werden. PropTechs sind jetzt in der Verantwortung, entsprechende Ansätze zu liefern. Mit den richtigen Massnahmen lassen sich nachweislich Erfolge in allen Bereichen - Nachhaltigkeit, Lebensqualität und Wirtschaftlichkeit schaffen - es bedarf nur der Bereitschaft, sich auf neues ein- und von lang gepflegten Mustern abzulassen. Aus diesem Grund haben wir individuelle Angebote und eine modular aufgebaute App.” so Stefan Zanetti, Gründer und Verwaltungsratspräsident von Allthings.

Die Aufmerksamkeit der jungen Generation auf diese Themen ist längst erkennbar, ihr digitales Verständnis fest etabliert - wer Erfolg haben will, muss sich vorbereiten. Ein Lichtblick: die “digital Natives” kommen in die Branche und brechen alte Strukturen zunehmend auf. Immer mehr Immobilienunternehmen setzen auf bewährte und einfach zu integrierende Cloud-Lösungen und schaffen das Verständnis für digitale Notwendigkeiten und auch die “alten Hasen” der Szene beschäftigen sich zunehmend mit den neuen Möglichkeiten. Wer die Chancen frühzeitig nutzt, sichert sich einen Platz an der Spitze.

 

Unser PropTech Jahresrückblick 2020. Die Auswirkungen der Corona-Krise und ein Blick in die Zukunft der Immobilienwirtschaft!
Mehr erfahren

Last year, the real estate industry was once again increasingly concerned with the inevitable digitalization, but this has been a long time coming. The pushing effect by Corona has only sensitized for the necessity. Digitalization will increasingly accompany the coming change, and those who do not fully embrace the opportunities will be left behind in the medium term.

Process optimization in the real estate industry creates added value

For years, companies have been demanding better linking of IT systems, faster and simpler communication channels and simpler structures. Digitalized and optimized processes are also much in demand in the areas of home office and mobile working - especially with regard to secure data processing and transmission. A large proportion of real estate experts are convinced that digitalizing work processes can reduce costs, relieve staff and significantly increase overall satisfaction. They also see a competitive advantage over less progressive companies - but in terms of readiness for implementation, the market is still habitually sluggish.

Reasons for slow progress of digitalization in the real estate industry

The limitations of the lack of digitalization in the real estate industry are not yet acutely drastic enough for a change to seem essential. In addition, the pandemic has led to major uncertainties such as planning difficulties. Future-oriented projects have been put on hold for the time being. Breaking away from the old to introduce new technologies, when everything still works, requires courage and a visionary approach. Data about what happens in buildings is collected and hoarded in heaps without being meaningfully evaluated. Complex proprietary ecosystems without a central software solution to process them become unmanageable data corpses instead of valuable information. There is still a lack of broad understanding of the urgency and often the already existing possibilities of the technology. People still tend to rely on references and look at how other companies in the same sector are doing rather than taking the first step themselves. Many are not even aware of how far the possibilities have progressed in the meantime and how easily we can transfer even large volumes of data in a structured manner and ensure overarching collaboration between IT systems.

The real estate market must think ahead and use interfaces

Linking IT systems is one of the most urgent requirements for the real estate market. Here, there are already solutions that ensure secure and reliable transfer and processing of data by means of ERP interfaces and can be used together with existing systems - for example, the Allthings platform. In order to obtain valuable insights, a lot of data must be collected and evaluated in a target-oriented manner. Compared to other markets, however, implementation in heterogeneous markets such as the real estate industry is more complicated.

"Real estate is very different in terms of management and emerging needs, and here many individual solutions have to be created and adapted for each customer. PropTechs now have the responsibility to deliver appropriate approaches. With the right measures, proven successes can be created in all areas - sustainability, quality of life and profitability - it just takes a willingness to embrace new things and move away from long-maintained patterns. That's why we have customized offerings and a modular app," said Stefan Zanetti, founder and chairman of the board of Allthings.

The younger generation's attention to these topics has long been apparent, their digital understanding firmly established - if you want to succeed, you have to prepare. One ray of hope: the "digital natives" are entering the industry and increasingly breaking up old structures. More and more real estate companies are relying on proven and easy-to-integrate cloud solutions and creating an understanding of digital necessities, and even the "old hands" of the scene are increasingly engaging with the new possibilities. Those who seize the opportunities early on will secure a place at the top.

 

Our PropTech Year in Review 2020. The impact of the Corona crisis and a look into the future of the real estate industry!

Read more!